Wolken Kino steht für Musik voller Leidenschaft, Authentizität und einem Hauch Melancholie. Gegründet in Köln im Jahr 2025, haben wir uns schnell als Band gefunden, die Pop-Rock nicht nur spielt, sondern lebt.
Wolken Kino ist kein Projekt.
Kein Casting-Produkt.
Kein Märchen.
Wolken Kino ist Wahrheit.
Kampf ums Überleben.
Musik als Notwendigkeit.
Es geht nicht um Alter.
Nicht um Aussehen.
Nicht um Perfektion.
Es geht um Herz.
Um Weiterentwicklung.
Um Vollgas.
Die Band ist streng – vor allem mit sich selbst.
Und Denny am strengsten mit sich selbst.
Nicht aus Ego, sondern aus Verantwortung.
Weil klar ist: Jetzt wird abgeliefert.
Diese Musik wird nicht für Applaus gemacht.
Nicht für Kommentare.
Nicht für Bestätigung.
Sie wird gemacht, weil sie gemacht werden muss.
Und an alle, die das lesen:
Ihr seid wertvoll.
Ihr seid genug.
Lasst euch eure Träume nicht nehmen – von niemandem!
Denny Wolkenherz wurde 1987 geboren – mit einem angeborenen Klumpfuß und ohne musikalisches Umfeld. In seinem Elternhaus wurde nicht musiziert, sondern gearbeitet. Musik spielte zunächst keine Rolle. Die ersten Jahre seines Lebens waren geprägt von Funktionieren, nicht von Ausdruck.
1989, im Jahr des Mauerfalls, kam Denny zu seiner Großmutter. Rückblickend ein symbolischer Einschnitt: Neuanfang. Mit vier Jahren zeigte sich erstmals ein instinktives Rhythmusgefühl. Er holte Töpfe aus der Küche seines Opas, trommelte mit Holzstäben – präzise, im Takt. Seine Großmutter erkannte sofort das Talent. Sie war musikalisch, ebenso wie seine Mutter, die selbst mit 16 erste Auftritte hatte, Musik jedoch später zugunsten von „Sicherheit“ aufgab.
Seine Großmutter förderte ihn konsequent. Bis zum sechsten Lebensjahr besuchte Denny die Musikschule, erhielt seine erste Kindergitarre und lernte früh: Musik ist kein Spielzeug, sondern Sprache.
Mit etwa neun Jahren wurde Musik zu seinem emotionalen Anker. Einflüsse wie DJ Bobo und Formate wie die Mini-Playback-Show entfachten den Wunsch nach Bühne und Ausdruck. Auch wenn dieser Wunsch familiär nicht ernst genommen wurde, blieb er bestehen. Musik ließ ihn nicht mehr los.
Mit 13 gründete Denny seine erste Band (Heidewitzka). Er begann, sich auszuprobieren, suchte seinen Platz, seine Stimme. Mit 19 erlebte er sein erstes richtiges Live-Konzert bewusst und intensiv – ein Schlüsselmoment. Dort wurde klar: Live-Musik ist kein Hobby. Sie ist Berufung.
Parallel absolvierte er seinen Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg. Anfang 20 folgten Gesangsunterricht, erste ernsthafte Bandprojekte und intensive Bühnenarbeit. Denny bewegte sich lange in der Metal-Szene und gründete Bands wie Storms of Silence, Olympius Slaughter, Centuria Wolves – laut, roh, suchend. Stilistisch extrem, inhaltlich noch ohne endgültige Identität.
Der Bruch
2012 zerbrach alles.
Seine Tochter starb an Krebs.
Seine damalige Ehefrau nahm sich zur Weihnachtszeit das Leben.
Dieser doppelte Verlust riss Denny den Boden unter den Füßen weg. Musik, einst Rettung, wurde unerträglich. Über fünf bis sieben Jahre hinweg machte er keine Musik mehr. Kein Schreiben. Kein Singen. Keine Bühne. Stillstand.
Die Rückkehr
Ab 2018 begann langsam die Rückkehr – über Karaoke, über Stimme, über Gefühl. Musik meldete sich zurück. Nicht laut, sondern ehrlich. Nach einer weiteren toxischen Beziehung und massiven falschen Anschuldigungen zog Denny einen radikalen Schlussstrich. Er verließ Deutschland zeitweise, zog sich zurück und traf eine Entscheidung: Selbstbestimmung, Klarheit, Musik – oder gar nichts.
2021 trat er bei The Voice of Germany an. Aus persönlichen Gründen verließ er die Show freiwillig. Keine Flucht, sondern eine bewusste Entscheidung gegen schnelle Sichtbarkeit und für nachhaltige künstlerische Entwicklung.
In den folgenden Jahren arbeitete Denny intensiv an sich als Sänger und Songwriter. Über fünf Jahre hinweg schrieb er an seinem Album „Alles auf Anfang“ – ein Titel, der kein Marketing ist, sondern Realität. Er holte sich Mentoring (u. a. durch Genie Mayer), baute Kontakte auf (u. a. Florian Künstler), besuchte Konzerte, analysierte, lernte, wuchs. Musik wurde wieder sein Zuhause.
1979 bis 1990
Ich bin Jahrgang 1971 und in der Grundschule war ich ab der 3. Klasse mit Frank eng befreundet. Schon damals hörten wir, wenn wir zusammenabhingen, die Schallplatten von dessen älterem Bruder Udo. So kam ich zu meinem ersten Kontakt mit Motörhead, Kiss, Black Sabbath, Meat Loaf, Marius-Müller Westernhagen, Udo Lindenberg, Strassenjungs, und anderen Bands, die ich mittlerweile vergessen habe.
Irgendwann – es muss so 1981gewesen sein - brachte meine Mutter dann zwei Kassetten mit nach Hause: AC/DC – Back in Black und Kiss – Unmasked. Das Rock-Virus war damit unaufhaltsam injiziert und ich wollte daraufhin unbedingt Schlagzeug spielen. Dies ging aber aufgrund der damaligen Wohnverhältnisse nicht und ich begann mit 10 Jahren zusammen mit einem anderen Schulfreund Gitarrenunterricht in der Bad Vilbeler Musikschule bei Jürgen. Aller Anfang war schwer und ich war nicht besonders eifrig beim Üben in den ersten Jahren, quälte mich manchmal sogar in den Unterricht. Aber ich biss mich durch und verbesserte mein Spiel zunehmend. Eines Tages nannte ich das Beatles Songbook Complete und andere Pop- und Rock-Songbooks mein Eigen und klimperte neben den (damals manchmal ungeliebten) Klassiklehrstücken auch Akkorde zu bekannten Liedern rauf und runter. Ob auf Klassenfahrten oder bei anderen Gelegenheiten, die Gitarre hatte ich häufig dabei und es war gern gesehen, wenn ich spielte oder schaffte es, MitschülerInnen zum Mitsingen animieren zu können. Auf dem Weg zum Abitur ergaben sich weitere vielfältige Möglichkeiten zu Sessions mit verschiedenen Musikern und Zusammensetzungen in kleinen musikalischen Darbietungen auf Klassenpartys, Geburtstags- und Familienfeiern oder in Kirchenmessen. Ich war sogar Mitglied in einer Folklore-Gruppe namens Tambal. Eigentlich meine erste Band, ich glaube mit 15 Jahren. Wir spielten jiddische, griechische und irische Folksongs in der Besetzung Geige, Cello, Gitarre, Hackbrett und Flöte. Einmal haben wir auf der Frankfurter Zeil gespielt und innerhalb von zwei Stunden 100,- DM eingespielt.
Während ich weiter heranwuchs, wuchs auch meine Plattensammlung. Meine erste Schallplatte, die ich mir damals bei Radio Diel vom Geld meiner Eltern kaufte, besser gesagt, aussuchte war dann: AC/DC - For Those About to Rock. Wow, was ein Pfund! Was ein Gitarrensound! Weitere Platten von Iron Maiden - Number of the Beast, und Metallica – Ride the Lightning und Judas Priest – Defenders of the Faith kamen anschließend dazu. Mit meinem Papa war ich im Jahre 1984, also mit 13 Jahren, auf dem ersten Rockkonzert (in der Frankfurter Eissporthalle): Die Götterhämmerung-Tour wurde von Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester eingeläutet. Fantastisch! Was für eine crazy Show! Mein Onkel nahm mir irgendwann mal danach die Platte Love Drive von den Scorpions auf Kassette auf. Er hatte sich die Platte vermutlich nur wegen des anzüglichen Covers, mit der langgezogenen Klebemasse vom Busen einer eleganten Lady, gekauft. Schon damals haben mich insbesondere die ruhigen und gefühlvollen Akustikstücke mit eingängigen Akkord-Zerlegungen wie Holiday oder Loving You Sunday Morning oder der Megahit Still Loving You von den Scorpions begeistert. Das sollte meinen eigenen Still und meine Spielideen prägen. Im Jahre 1984 war ich für damals 28,- DM (!) zudem tatsächlich auf der Love at a First Sting-Tour der Scorpions in der Frankfurter Festhalle. Spektakel und Emotionen hoch drei! Was für eine Energie! Wiederum irgendwann später gab es an einem Samstagabend im Hessischen Rundfunk einen Rockabend mit Deep Purple und sie spielten Songs von der Platte Made in Japan. Hier lauschte ich unter anderem gebannt dem Gesangs-Gitarren-Duell von Ritchie Blackmore und Ian Gillan bei Strange Kind of Woman. Ab sofort gehörte diese Band zu meinen großen Lieblingsbands. Bei einem Konzert von Judas Priest in der Offenbacher Stadthalle an einem Dienstagabend
im Jahre 1986 war der Lärmpegel so hoch, dass mir Freitagfrüh, also ca. 60 Stunden später, die Ohren immer noch leicht pfiffen. Mannomann! So habe ich über die Jahre hinweg mein Musikspektrum durch viele Plattenkäufe (später CDs), dem Besuchen von vereinzelten Konzerten und dem Hören von unzähligen Bands aus Genre Hard Rock- und Heavy Metal stetig erweitert. Auch hörte ich zunehmend Speed und Thrash Metal und war begeistert von den schnellen Gitarrenriffs und unglaublichen Beats der Schlagzeuger. Auf dem Gymnasium war ich bekannt als ein Hard Rockmusik-Hörer und konnte tatsächlich einige reine Popsong-Hörer über das Vorspielen von (langsamen) „Kuschelrock“-Stücken überzeugen, dass es auch jenseits von synthetischer Achtziger-Musik absolute Kracher gab.
Mit 16 sattelte ich dann von der Konzertgitarre auf die elektrische Gitarre um. Dafür kaufte ich mir eine rote koreanische Fender Stratocaster bei Leslie in Hanau. Leslie war ein wenig crazy und rühmte sich stets dafür -zurecht wie ich meine- mal als Vorband von Deep Purple gespielt zu haben. Zusammen mit einem Klassenkameraden nahm ich zwei Jahre Unterricht an der elektrischen Sechssaiter und wir übten u.a. die zweistimmige Solostellen bei One von Metallica oder bei Hotel California von den Eagles ein. Jedenfalls war von da an das stundenlange Hören von Platten, dem Mitspielen und Raushören sowie dem Studieren von Songbooks und dem Nachspielen von mich begeisternden Liedstellen mein beherrschendes Hobby.
1990-1995
Nach dem Abi mit 19 heuerte ich im Jahre 1990 bei meiner ersten Rockband an: The Backstreet Affairs aus Hanau. Ich war der „Benjamin“ und wir probten zunächst in einem Tonstudio. Danach verlagerte sich mein Freizeitleben - welches bis dahin auch ziemlich sportlich geprägt war –zunehmend in einen Keller-Proberaum. Es war aber an der Zeit, mir eine zweite E-Gitarre zuzulegen - eine schwarze Ibanez RG 750 mit einer Floyd Rose Whammy-Bar. Damals stand ich total auf Steve Vai. Er spielte im Kultfilm „Crossroads- Pakt mit dem Teufel den“ den "bösen" Gitarristen Jack Butler - ein toller Film! Mit der Band konnte ich erste Erfahrungen bei Liveaufritten und Tonaufnahmen sammeln. Das Set - wir spielten „Dirty Rock’n’roll“! - war nicht übel, hatte circa 15 Songs und ich hatte einige Leadguitar-Einsätze. Aber nach ca. zwei Jahren war Schluss mit dem Sänger, den wir hinauskomplimentierten, weil es zu Unstimmigkeiten kam. Wir restlichen Musiker machten noch eine Weile weiter, machten häufig Sessions und suchten einen geeigneten Sänger, wurden aber immer wieder aufs Neueste enttäuscht. Irgendwann zum Ende des Jahres 1992 kam es zum Bruch. Als ich meine Bundeswehrwehrplicht im Sommer 1992 hinter mich brachte kaufte ich mir von meinem Sold eine Fender Stratocaster Plus – Made in USA! Es schlossen über ungefähr drei Jahre diverse Sessions mit verschiedenen Musikern an verschiedenen Plätzen an. Wir probten zunächst im Hanauer und einige Zeit später im Frankfurter und im Darmstädter Raum, wo ich ein Studium für Bauingenieurwesen begann. Leider ergab sich in dieser Zeit keine feste, nachhaltige Formation, aber das Musizieren wie auch immer machte Spaß und man hatte alle Freiheiten, Ideen zu verfolgen. Es ergaben sich einige fast fertige Arrangements, die leider aber nie live performed wurden. Konstanter Begleiter in all den Jahren war Klaus, der Schlagzeuger aus der Hanauer Band, mit dem ich auch privat viel abhing. Zu der Zeit entdeckte ich zudem viele Classic Rock Bands aus den Sechzigern und Siebziger wie Led Zeppelin, Da Stones, Jimmy Hendrix, Cream, The Who, The Beatles, Lynard Skynard, The Eagles, Queen, Elton John, Whitesnake. Die Zeit war absolut für meinen Spielstil prägend, und das viele Spielen machte mich zu einem versierteren Spieler. Vom Ende der Achtziger bis über die Mitte der Neunziger sah ich fast jede namhafte Top-Rockband an verschiedenen kleinen und großen Spielstätten in Deutschland. Neben Liveacts von Judas Priest, Ozzy Osbourne, Black Sabbath, Lenny Krawitz, The Black
Crowes, Aerosmith, Rory Gallagher, Kiss, Joe Satirani, Steve Vai, Jeff Back, Gary Moore, Dio, Pink Floyd, Black Sabbath, Stone Temple Pilots, The Offspring, Soundgarden, Chris Cornell, Velvet Revolver, D.A.D. u.v.m. erinnere mich heute immer noch stark an das Van Halen-Konzert, bei dem ich in der zweiten Reihe dem „galaktischem“ Eddie zuschaute und fasziniert war von seinem filigranen Spielfinessen. Ich aber bemerkte auch, was der Kerl an der Gitarre „arbeitete“. Auch gerne erinnere ich mich an das Konzert vom einzigartigen Uli John Rotth, ehemals Leadgitarrist bei den alten Scorpions, in einem Nebenraum (!) in der Zeche Bochum, in dem wir gerade mal fünf Meter voneinander entfernt standen und ich so besten Blick auf sein Spiel hatte. Ich besuchte aber auch kleinere Rockacts beispielsweise im Sinkkasten, der Batschkapp und im Nachtleben (alle in Frankfurt) und fantastische Coverbands wie AB/CD und Re Zeppelin. Im Jahre 1994 sollte es endlich soweit sein, ein Traum wurde wahr, denn ich leistete mir eine Les Paul Standard Honey Burst für 2.950,- DM. Heutzutage geht diese vermutlich für den gleichen Preis allerdings in EURO über den Ladentisch.
1995-2002
1995 dann gründete ich mit anderen vier Musikern aus Frankfurt die Band Mud Puppy (zu dt. Gefleckter Furchenmolch). Unser Proberaum war in einem Eschersheimer Bunker, direkt neben einem der Lokalmatadoren Tankard (u.a. Tantrum who stole my beer!). Das war meine erste richtige, semi-professionelle Band, die richtig groovte und rockte. Ins Set von damals anfänglich zehn Songs flossen vier Lieder von mir ein. Ideen aus den Jahren zuvor. Im Jahre 1996 folgen diverse Auftritte. Wir erfuhren großen Zuspruch und räumten richtig ab. Auch nahmen wir unsere „erste Platte“ mit einem Tascam 8-Spur-Recorder mit dem Titel Unleash the Beast (auf Spotify mit einer Re-Recording-Fassung aus den Jahren 2016 bis 2021, besipielsweise unter https://open.spotify.com/artist/5auNzXwzObPSNimQb7YZ3a?si=aVV8y8iXRty0YXMXa-UUQA). Im Mai 1997 verließ ich die Band allerschweren Herzens, weil ich für ein Jahr in die USA wollte, um dort an der Northwestern University in Chicago, in der Hauptstadt des Blues, in einem internationalen Forscherteam zu arbeiten und meine Diplomarbeit anzufertigen. Auch dort besuchte ich reihenweise Konzerte von kleinen und großen Topacts verschiedener Genres - viel Blues natürlich - in tollen, teilweise historischen Spielstätten und Clubs in und um Chicago.
Als ich im Juni 1998 zurückkam, ging es nach der Graduierung des Studiums direkt mit dem ersten Job los. Die Musik spielte sich nun mehr bei mir zu Hause ab. Ich entwickelte über Jahre hinweg jedoch viele eigene Ideen. Vorwiegend auf der Akustik-Gitarre und häufig zusammen mit meinem kongenialen Buddy, namens Kenneth, mit dem ich privat viel abhing und unzählige Stunden Couch-Sessions machte. Einen Großteil der Ideen konnte ich in meinem Kopf behalten oder hatte vereinzelten Cassetten-Aufnahmen angefertigt, die ich nahezu 15 Jahre später professionell aufnehmen würde.
2002-2005
Ich wohnte inzwischen mit meiner Freundin Karina in Essen an der Ruhr und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum, um meine Promotion vorzubereiten. Ende 2002 heuerte ich bei der Band Weed in Duisburg an, die einen Leadgitarristen suchten. Ich fand das Engagement super, weil ich mir fertige Songs, als Vorlage, einfach drauf schaffen musste und mit meinen Ideen und meinem Spielstil, insbesondere in den Lead-, aber auch in den Rhythmuspassagen frei kreativ ergänzen konnte.
Für Akustiklieder und vereinzelte Akustik-Passagen legte ich mir im Jahre 2002 eine Martin OM-1 Western-Gitarre zu. Dieses Baby hat mir seit jeher sehr viel Freude beim Musikmachen bereitet. Und weil man auf einem Les Paul-Bein nicht steht, gönnte ich mir zudem eine zweite Les Paul Standard in Schwarz, zu diesem Zeitpunkt dann schon für knapp 2.000,- Euronen. Unser Set beinhaltete zwanzig tolle Britpop-Songs. Obwohl ich die Kategorisierung Britpop doof fand. Der Sänger hatte eine raue Stimme und wir spielten in einer fünfköpfigen Formation fetzigen Rock mit Südstaaten-Einflüssen, der nach vorne ging. Insbesondere der Kontrast im Sound zwischen der Fender Telecaster meines Gitarrenpendants und meiner Les Paul war klasse. Wir machten eine fantastische EP, „Seven Songs“, bei der ich einen eigenen Song beisteuern konnte, und spielten einige Konzerte. Unter anderem waren wir Vorband von den Georgia Satellites aus den USA in der Zeche Carl (Essen) und von Roger Chapmann (!) in der Stadthalle Dinslaken. Anfang 20025 zerfiel die Band, weil einige Mitglieder wichtigeres zu tun hatten, als Musik zu machen.
Hiernach hatte ich genug vom Bandbetrieb, konzentrierte mich die nächsten 15 Jahre auf meine anspruchsvollen beruflichen Tätigkeiten, heiratete Karina und bekam zwei Töchter, Stella und Chiara. Dennoch legte ich die Gitarre nie ganz zur Seite, sondern machte weiterhin ab und an aus Spaß an der Freude in verschiedenen Formationen Sessions und entwickelte weiter eigene Ideen, insbesondere auf der Konzert- und Western-Gitarre. Beispielsweise spielte ich Ende des Jahres 2013 in der Nordhorner Kornmühle mit einem lokalen Sänger und fantastischem Blues Harp-Spieler, Martin, ein tolles Konzert mit fünf insgesamt Stücken - gecoverte Blues-Songs gemischt mit eigenen Arrangements.
2020-2026
Irgendwann im Jahre 2020 kam ich auf die Idee – warum nicht früher, habe ich mich danach häufiger gefragt – eine/n Sänger/in zu suchen, um die über die letzten Jahre angestauten Ideen und Songfragmente auf Konzert- und Western-Gitarre aus meinem Kopf zu befreien, zu kompletten Arrangements zu vollenden und endlich mal professional zu aufnehmen. Ich inserierte über die bekannte App Backstage Pro. Zunächst war ich mit einem Sänger, einem anderen Frank aus Wuppertal zugange, entschied mich aber dann im August 2020 für Jessi aus Krefeld. KeinRegen11Grad war geboren! Nach Jessi rollt dieser Name wortrhythmisch perfekt aus dem Mund, wird nahezu von jedem gleich ausgesprochen, drückt Alltägliches aus und Normalität. Im Namen sind wir drin: Menschliches, Feinsinn, Wort(klang)gewandtheit, erkennbar, klug, nicht platt. Und war bestimmt einzigartig! Das Konzept sah vor, dass wir nur zu zweit, ohne weitere Musiker, möglichst pur und ohne großen Schnick-Schnack unsere Gitarren-Gesang-Lieder gestalten wollten. Ich spielte ihr über die Zeit meine Kompositionen, soweit sie gediehen waren, Stück für Stück vor, und sie machte sich ans Werk Texte und Melodien dazu zu entwickeln. Anschließend setzten wir uns zusammen und arrangierten die Stücke. Im Mai 2023 waren wir dann soweit ins Studio zu Spacelab Mixing zu gehen und nahmen unsere EP „Living Room“ auf, die mit sechs Songs am 11. Dezember 2023 veröffentlicht wurde. Weitere vier Lieder warteten danach noch in der Pipeline, die wir nach der Finalisierung zwischen November 2024 und Januar 2026 aufnahmen, mischten und masterten. Die Veröffentlichung einer weiteren EP steht kurz bevor.
Ungefähr zu Jahreswende 2025 wollte ich meiner Musikvita ein neues Kapitel hinzufügen und war wieder für Rock’n’Roll in einer Band bereit. Ich guckte mich auf Backstage Pro um und stieß Ende Juli 2025 auf Denny. Sein Song „Lass mich Lieben“ und seine unglaubliche energiegeladene und ausdrucksvolle Stimme zog mich gleich in den Bann. Am 24. August 2025 starte für mich das Abenteuer Wolken Kino.
Alles andere wird an anderer Stelle erzählt…
Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. In einer sehr unruhigen Kindheit und Jugend bin ich irgendwann über eine Gitarre „gestolpert“. Und die hat mich sofort total gepackt, mir den nötigen Halt gegeben und mich ein Leben lang begleitet: über ein Musikstudium, die Arbeit als Musiklehrer und viele Bandprojekte hinweg. Sie bewegen sich zwischen Soul, Funk, Rock, Jazzrock und Elektropop. Aktuell spiele ich noch in der Band „Yjuna“, einem Elektropop-Projekt mit Videokunst und dem Musical „Der Brief“. Mich reizt besonders, wenn Musik mehr ist als Klang – wenn sie Atmosphäre schafft und Geschichten erzählt. Das ist so bei „Wolken Kino und Denny, der seine Geschichten mit einer unglaublichen Energie erzählt– und genau das macht dieses Projekt für mich so besonders.
1979 bis 1990
Ich bin Jahrgang 1971 und in der Grundschule war ich ab der 3. Klasse mit Frank eng befreundet. Schon damals hörten wir, wenn wir zusammenabhingen, die Schallplatten von dessen älterem Bruder Udo. So kam ich zu meinem ersten Kontakt mit Motörhead, Kiss, Black Sabbath, Meat Loaf, Marius-Müller Westernhagen, Udo Lindenberg, Strassenjungs, und anderen Bands, die ich mittlerweile vergessen habe.
Irgendwann – es muss so 1981 gewesen sein - brachte meine Mutter dann zwei Kassetten mit nach Hause: AC/DC – Back in Black und Kiss – Unmasked. Das Rock-Virus war damit unaufhaltsam injiziert und ich wollte daraufhin unbedingt Schlagzeug spielen. Dies ging aber aufgrund der damaligen Wohnverhältnisse nicht und ich begann mit 10 Jahren zusammen mit einem anderen Schulfreund Gitarrenunterricht in der Bad Vilbeler Musikschule bei Jürgen. Aller Anfang war schwer und ich war nicht besonders eifrig beim Üben in den ersten Jahren, quälte mich manchmal sogar in den Unterricht. Aber ich biss mich durch und verbesserte mein Spiel zunehmend. Eines Tages nannte ich das Beatles Songbook Complete und andere Pop- und Rock-Songbooks mein Eigen und klimperte neben den (damals manchmal ungeliebten) Klassiklehrstücken auch Akkorde zu bekannten Liedern rauf und runter. Ob auf Klassenfahrten oder bei anderen Gelegenheiten, die Gitarre hatte ich häufig dabei und es war gern gesehen, wenn ich spielte oder schaffte es, MitschülerInnen zum Mitsingen animieren zu können. Auf dem Weg zum Abitur ergaben sich weitere vielfältige Möglichkeiten zu Sessions mit verschiedenen Musikern und Zusammensetzungen in kleinen musikalischen Darbietungen auf Klassenpartys, Geburtstags- und Familienfeiern oder in Kirchenmessen. Ich war sogar Mitglied in einer Folklore-Gruppe namens Tambal. Eigentlich meine erste Band, ich glaube mit 15 Jahren. Wir spielten jiddische, griechische und irische Folksongs in der Besetzung Geige, Cello, Gitarre, Hackbrett und Flöte. Einmal haben wir auf der Frankfurter Zeil gespielt und innerhalb von zwei Stunden 100,- DM eingespielt.
Während ich weiter heranwuchs, wuchs auch meine Plattensammlung. Meine erste Schallplatte, die ich mir damals bei Radio Diel vom Geld meiner Eltern kaufte, besser gesagt, aussuchte war dann: AC/DC - For Those About to Rock. Wow, was ein Pfund! Was ein Gitarrensound! Weitere Platten von Iron Maiden - Number of the Beast, und Metallica – Ride the Lightning und Judas Priest – Defenders of the Faith kamen anschließend dazu. Mit meinem Papa war ich im Jahre 1984, also mit 13 Jahren, auf dem ersten Rockkonzert (in der Frankfurter Eissporthalle): Die Götterhämmerung-Tour wurde von Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester eingeläutet. Fantastisch! Was für eine crazy Show! Mein Onkel nahm mir irgendwann mal danach die Platte Love Drive von den Scorpions auf Kassette auf. Er hatte sich die Platte vermutlich nur wegen des anzüglichen Covers, mit der langgezogenen Klebemasse vom Busen einer eleganten Lady, gekauft. Schon damals haben mich insbesondere die ruhigen und gefühlvollen Akustikstücke mit eingängigen Akkord-Zerlegungen wie Holiday oder Loving You Sunday Morning oder der Megahit Still Loving You von den Scorpions begeistert. Das sollte meinen eigenen Still und meine Spielideen prägen. Im Jahre 1984 war ich für damals 28,- DM (!) zudem tatsächlich auf der Love at a First Sting-Tour der Scorpions in der Frankfurter Festhalle. Spektakel und Emotionen hoch drei! Was für eine Energie! Wiederum irgendwann später gab es an einem Samstagabend im Hessischen Rundfunk einen Rockabend mit Deep Purple und sie spielten Songs von der Platte Made in Japan. Hier lauschte ich unter anderem gebannt dem Gesangs-Gitarren-Duell von Ritchie Blackmore und Ian Gillan bei Strange Kind of Woman. Ab sofort gehörte diese Band zu meinen großen Lieblingsbands. Bei einem Konzert von Judas Priest in der Offenbacher Stadthalle an einem Dienstagabend
im Jahre 1986 war der Lärmpegel so hoch, dass mir Freitagfrüh, also ca. 60 Stunden später, die Ohren immer noch leicht pfiffen. Mannomann! So habe ich über die Jahre hinweg mein Musikspektrum durch viele Plattenkäufe (später CDs), dem Besuchen von vereinzelten Konzerten und dem Hören von unzähligen Bands aus Genre Hard Rock- und Heavy Metal stetig erweitert. Auch hörte ich zunehmend Speed und Thrash Metal und war begeistert von den schnellen Gitarrenriffs und unglaublichen Beats der Schlagzeuger. Auf dem Gymnasium war ich bekannt als ein Hard Rockmusik-Hörer und konnte tatsächlich einige reine Popsong-Hörer über das Vorspielen von (langsamen) „Kuschelrock“-Stücken überzeugen, dass es auch jenseits von synthetischer Achtziger-Musik absolute Kracher gab.
Mit 16 sattelte ich dann von der Konzertgitarre auf die elektrische Gitarre um. Dafür kaufte ich mir eine rote koreanische Fender Stratocaster bei Leslie in Hanau. Leslie war ein wenig crazy und rühmte sich stets dafür -zurecht wie ich meine- mal als Vorband von Deep Purple gespielt zu haben. Zusammen mit einem Klassenkameraden nahm ich zwei Jahre Unterricht an der elektrischen Sechssaiter und wir übten u.a. die zweistimmige Solostellen bei One von Metallica oder bei Hotel California von den Eagles ein. Jedenfalls war von da an das stundenlange Hören von Platten, dem Mitspielen und Raushören sowie dem Studieren von Songbooks und dem Nachspielen von mich begeisternden Liedstellen mein beherrschendes Hobby.
1990-1995
Nach dem Abi mit 19 heuerte ich im Jahre 1990 bei meiner ersten Rockband an: The Backstreet Affairs aus Hanau. Ich war der „Benjamin“ und wir probten zunächst in einem Tonstudio. Danach verlagerte sich mein Freizeitleben - welches bis dahin auch ziemlich sportlich geprägt war –zunehmend in einen Keller-Proberaum. Es war aber an der Zeit, mir eine zweite E-Gitarre zuzulegen - eine schwarze Ibanez RG 750 mit einer Floyd Rose Whammy-Bar. Damals stand ich total auf Steve Vai. Er spielte im Kultfilm „Crossroads- Pakt mit dem Teufel den“ den "bösen" Gitarristen Jack Butler - ein toller Film! Mit der Band konnte ich erste Erfahrungen bei Liveaufritten und Tonaufnahmen sammeln. Das Set - wir spielten „Dirty Rock’n’roll“! - war nicht übel, hatte circa 15 Songs und ich hatte einige Leadguitar-Einsätze. Aber nach ca. zwei Jahren war Schluss mit dem Sänger, den wir hinauskomplimentierten, weil es zu Unstimmigkeiten kam. Wir restlichen Musiker machten noch eine Weile weiter, machten häufig Sessions und suchten einen geeigneten Sänger, wurden aber immer wieder aufs Neueste enttäuscht. Irgendwann zum Ende des Jahres 1992 kam es zum Bruch. Als ich meine Bundeswehrwehrplicht im Sommer 1992 hinter mich brachte kaufte ich mir von meinem Sold eine Fender Stratocaster Plus – Made in USA! Es schlossen über ungefähr drei Jahre diverse Sessions mit verschiedenen Musikern an verschiedenen Plätzen an. Wir probten zunächst im Hanauer und einige Zeit später im Frankfurter und im Darmstädter Raum, wo ich ein Studium für Bauingenieurwesen begann. Leider ergab sich in dieser Zeit keine feste, nachhaltige Formation, aber das Musizieren wie auch immer machte Spaß und man hatte alle Freiheiten, Ideen zu verfolgen. Es ergaben sich einige fast fertige Arrangements, die leider aber nie live performed wurden. Konstanter Begleiter in all den Jahren war Klaus, der Schlagzeuger aus der Hanauer Band, mit dem ich auch privat viel abhing. Zu der Zeit entdeckte ich zudem viele Classic Rock Bands aus den Sechzigern und Siebziger wie Led Zeppelin, Da Stones, Jimmy Hendrix, Cream, The Who, The Beatles, Lynard Skynard, The Eagles, Queen, Elton John, Whitesnake. Die Zeit war absolut für meinen Spielstil prägend, und das viele Spielen machte mich zu einem versierteren Spieler. Vom Ende der Achtziger bis über die Mitte der Neunziger sah ich fast jede namhafte Top-Rockband an verschiedenen kleinen und großen Spielstätten in Deutschland. Neben Liveacts von Judas Priest, Ozzy Osbourne, Black Sabbath, Lenny Krawitz, The Black
Crowes, Aerosmith, Rory Gallagher, Kiss, Joe Satirani, Steve Vai, Jeff Back, Gary Moore, Dio, Pink Floyd, Black Sabbath, Stone Temple Pilots, The Offspring, Soundgarden, Chris Cornell, Velvet Revolver, D.A.D. u.v.m. erinnere mich heute immer noch stark an das Van Halen-Konzert, bei dem ich in der zweiten Reihe dem „galaktischem“ Eddie zuschaute und fasziniert war von seinem filigranen Spielfinessen. Ich aber bemerkte auch, was der Kerl an der Gitarre „arbeitete“. Auch gerne erinnere ich mich an das Konzert vom einzigartigen Uli John Rotth, ehemals Leadgitarrist bei den alten Scorpions, in einem Nebenraum (!) in der Zeche Bochum, in dem wir gerade mal fünf Meter voneinander entfernt standen und ich so besten Blick auf sein Spiel hatte. Ich besuchte aber auch kleinere Rockacts beispielsweise im Sinkkasten, der Batschkapp und im Nachtleben (alle in Frankfurt) und fantastische Coverbands wie AB/CD und Re Zeppelin. Im Jahre 1994 sollte es endlich soweit sein, ein Traum wurde wahr, denn ich leistete mir eine Les Paul Standard Honey Burst für 2.950,- DM. Heutzutage geht diese vermutlich für den gleichen Preis allerdings in EURO über den Ladentisch.
1995-2002
1995 dann gründete ich mit anderen vier Musikern aus Frankfurt die Band Mud Puppy (zu dt. Gefleckter Furchenmolch). Unser Proberaum war in einem Eschersheimer Bunker, direkt neben einem der Lokalmatadoren Tankard (u.a. Tantrum who stole my beer!). Das war meine erste richtige, semi-professionelle Band, die richtig groovte und rockte. Ins Set von damals anfänglich zehn Songs flossen vier Lieder von mir ein. Ideen aus den Jahren zuvor. Im Jahre 1996 folgen diverse Auftritte. Wir erfuhren großen Zuspruch und räumten richtig ab. Auch nahmen wir unsere „erste Platte“ mit einem Tascam 8-Spur-Recorder mit dem Titel Unleash the Beast (auf Spotify mit einer Re-Recording-Fassung aus den Jahren 2016 bis 2021, besipielsweise unter https://open.spotify.com/artist/5auNzXwzObPSNimQb7YZ3a?si=aVV8y8iXRty0YXMXa-UUQA). Im Mai 1997 verließ ich die Band allerschweren Herzens, weil ich für ein Jahr in die USA wollte, um dort an der Northwestern University in Chicago, in der Hauptstadt des Blues, in einem internationalen Forscherteam zu arbeiten und meine Diplomarbeit anzufertigen. Auch dort besuchte ich reihenweise Konzerte von kleinen und großen Topacts verschiedener Genres - viel Blues natürlich - in tollen, teilweise historischen Spielstätten und Clubs in und um Chicago.
Als ich im Juni 1998 zurückkam, ging es nach der Graduierung des Studiums direkt mit dem ersten Job los. Die Musik spielte sich nun mehr bei mir zu Hause ab. Ich entwickelte über Jahre hinweg jedoch viele eigene Ideen. Vorwiegend auf der Akustik-Gitarre und häufig zusammen mit meinem kongenialen Buddy, namens Kenneth, mit dem ich privat viel abhing und unzählige Stunden Couch-Sessions machte. Einen Großteil der Ideen konnte ich in meinem Kopf behalten oder hatte vereinzelten Cassetten-Aufnahmen angefertigt, die ich nahezu 15 Jahre später professionell aufnehmen würde.
2002-2005
Ich wohnte inzwischen mit meiner Freundin Karina in Essen an der Ruhr und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum, um meine Promotion vorzubereiten. Ende 2002 heuerte ich bei der Band Weed in Duisburg an, die einen Leadgitarristen suchten. Ich fand das Engagement super, weil ich mir fertige Songs, als Vorlage, einfach drauf schaffen musste und mit meinen Ideen und meinem Spielstil, insbesondere in den Lead-, aber auch in den Rhythmuspassagen frei kreativ ergänzen konnte.
Für Akustiklieder und vereinzelte Akustik-Passagen legte ich mir im Jahre 2002 eine Martin OM-1 Western-Gitarre zu. Dieses Baby hat mir seit jeher sehr viel Freude beim Musikmachen bereitet. Und weil man auf einem Les Paul-Bein nicht steht, gönnte ich mir zudem eine zweite Les Paul Standard in Schwarz, zu diesem Zeitpunkt dann schon für knapp 2.000,- Euronen. Unser Set beinhaltete zwanzig tolle Britpop-Songs. Obwohl ich die Kategorisierung Britpop doof fand. Der Sänger hatte eine raue Stimme und wir spielten in einer fünfköpfigen Formation fetzigen Rock mit Südstaaten-Einflüssen, der nach vorne ging. Insbesondere der Kontrast im Sound zwischen der Fender Telecaster meines Gitarrenpendants und meiner Les Paul war klasse. Wir machten eine fantastische EP, „Seven Songs“, bei der ich einen eigenen Song beisteuern konnte, und spielten einige Konzerte. Unter anderem waren wir Vorband von den Georgia Satellites aus den USA in der Zeche Carl (Essen) und von Roger Chapmann (!) in der Stadthalle Dinslaken. Anfang 20025 zerfiel die Band, weil einige Mitglieder wichtigeres zu tun hatten, als Musik zu machen.
Hiernach hatte ich genug vom Bandbetrieb, konzentrierte mich die nächsten 15 Jahre auf meine anspruchsvollen beruflichen Tätigkeiten, heiratete Karina und bekam zwei Töchter, Stella und Chiara. Dennoch legte ich die Gitarre nie ganz zur Seite, sondern machte weiterhin ab und an aus Spaß an der Freude in verschiedenen Formationen Sessions und entwickelte weiter eigene Ideen, insbesondere auf der Konzert- und Western-Gitarre. Beispielsweise spielte ich Ende des Jahres 2013 in der Nordhorner Kornmühle mit einem lokalen Sänger und fantastischem Blues Harp-Spieler, Martin, ein tolles Konzert mit fünf insgesamt Stücken - gecoverte Blues-Songs gemischt mit eigenen Arrangements.
2020-2026
Irgendwann im Jahre 2020 kam ich auf die Idee – warum nicht früher, habe ich mich danach häufiger gefragt – eine/n Sänger/in zu suchen, um die über die letzten Jahre angestauten Ideen und Songfragmente auf Konzert- und Western-Gitarre aus meinem Kopf zu befreien, zu kompletten Arrangements zu vollenden und endlich mal professional zu aufnehmen. Ich inserierte über die bekannte App Backstage Pro. Zunächst war ich mit einem Sänger, einem anderen Frank aus Wuppertal zugange, entschied mich aber dann im August 2020 für Jessi aus Krefeld. KeinRegen11Grad war geboren! Nach Jessi rollt dieser Name wortrhythmisch perfekt aus dem Mund, wird nahezu von jedem gleich ausgesprochen, drückt Alltägliches aus und Normalität. Im Namen sind wir drin: Menschliches, Feinsinn, Wort(klang)gewandtheit, erkennbar, klug, nicht platt. Und war bestimmt einzigartig! Das Konzept sah vor, dass wir nur zu zweit, ohne weitere Musiker, möglichst pur und ohne großen Schnick-Schnack unsere Gitarren-Gesang-Lieder gestalten wollten. Ich spielte ihr über die Zeit meine Kompositionen, soweit sie gediehen waren, Stück für Stück vor, und sie machte sich ans Werk Texte und Melodien dazu zu entwickeln. Anschließend setzten wir uns zusammen und arrangierten die Stücke. Im Mai 2023 waren wir dann soweit ins Studio zu Spacelab Mixing zu gehen und nahmen unsere EP „Living Room“ auf, die mit sechs Songs am 11. Dezember 2023 veröffentlicht wurde. Weitere vier Lieder warteten danach noch in der Pipeline, die wir nach der Finalisierung zwischen November 2024 und Januar 2026 aufnahmen, mischten und masterten. Die Veröffentlichung einer weiteren EP steht kurz bevor.
Ungefähr zu Jahreswende 2025 wollte ich meiner Musikvita ein neues Kapitel hinzufügen und war wieder für Rock’n’Roll in einer Band bereit. Ich guckte mich auf Backstage Pro um und stieß Ende Juli 2025 auf Denny. Sein Song „Lass mich Lieben“ und seine unglaubliche energiegeladene und ausdrucksvolle Stimme zog mich gleich in den Bann. Am 24. August 2025 starte für mich das Abenteuer Wolken Kino.
Alles andere wird an anderer Stelle erzählt…
Angefangen hat Alles mit einem Akustik-Gitarren-Unterricht bei einem 80-Jährigen Zugfgeigenhansel. Fast ein Grund, mit der Musik direkt wieder aufzuhören.
Dann kam aber zum Glück die Anfrage eines Schulkollegen, in seiner Band als Schlagzeuger zu spielen. Er hätte auch ein Drum-Kit zu Hause im Keller stehen – bräuchte mir nix kaufen. Die erste Probe funktionierte auf Anhieb. Daraus entstand eine der ersten Punk-Bands Deutschlands - STENGUNS.
Die nächste Klassenfahrt ging nach London. Besuch im Marquee-Club, Instrumente geschnappt, und im Vorprogramm von Sex Pistols einfach drei Songs runtergeschreddert. Danach zahlreiche Gigs in der Punk-Szene Deutschlands, unter anderem im berühmten Ratinger Hof in Düsseldorf.
Weiter ging es mit Rock´n´Roll, Krautrock und Jazz. Zahlreiche Engagements u.a. als Drummer bei BRAINFEVER. Gigs / Großveranstaltungen in Deutschland und Benelux (u.a. Zeche in Bochum). Mehrere Plattenveröffentlichungen. Drummer, Arrangeur und Produzent FANDANGO. Support durch EMI. Gigs in Deutschland und Benelux. Plattenveröffentlichung. Acht Jahre semiprofessioneller "Karnevalstrommler" bei unterschiedlichen Bands. Währenddessen und danach zahlreiche Bands mit Eigenproduktionen und Cover als Live-Drummer und Studiomusiker.
Frank trommelt nicht nur, sondern spielt auch Gitarre, Bass, Keyboards und alles, was an Percussion rappelt und klappert.
Hobbies: Golfen, Tee trinken, Opernbesuche, Diskussionsabende, Patiencen legen, Apothekenumschau lesen – hahaha… Alles Quatsch: Mountainbiken, Wandern, Skilaufen, (Städte-)Reisen, Kölsch trinken (ausschließlich kalt, nur vom Fass und schon lange nicht alle Sorten), Kochen und ein wenig musizieren ;o))
1972 – Sylt, Westerland - Urlaub
Ich stand mit meinem Vater im bekannten HB Jenssen Kaufhaus und dort war jemand,
der die Farfisa Orgel (mit Rotorkabinettlautsprecher) vorführte. Wir beide lauschten 2 Stunden fasziniert den Stücken der Orgelmusik (mein Vater spielte jedes Instrument – mit dem Ohr…).
Dann fuhren wir nach Hause und ein paar Wochen später, fragte mich mein Vater, ob ich Orgel spielen lernen wollte. Na klar, sagte ich. So kratzten meine Eltern und meine Oma (Opa war Kirchenorganist (Klavier und Harmonium im Wohnzimmer) 4000.- DM
zusammen und Sie kauften mir diese Orgel. Ich war 10 Jahre alt. Zuvor hatte ich schon Noten, Blockflöte gelernt und im Kirchenorchester gespielt. Natürlich erfand ich sehr schnell immer die korrekte 2. Stimme, was meinen Musik- und Orgellehrer nicht wirklich amüsierte.
1978 – Heidkamp, Schulmesse Dietrich Bonhoefer Gymnasium – Kirchenorgel / Flügel
Jede Pause spielte ich dort Schulflügel und bekam vom Musiklehrer den Schlüssel dafür.
1980 – Walldorf Astoria - Gründung
Ich spielte die Kirchenmessen und einmal spielte ich „Dave is on the Road again“ auf der Kirchenorgel. Dann kam unser damaliger Drummer, Gerry und fragte mich, ob ich das alles gespielt habe und wir gründeten die „Walldorf Astoria“ Band. 6 Leute, Farfisa VIP 600,
Lesleykabinet, Gesang wie Kate Bush, Moog, ARP, Polysix, Korg CX3, Moog Taurus 76 (!) usw. Wir hatten dann 13 Keyboards auf der Bühne machten eigene Songs, Stil Saga, Yes, Genesis, Toto….Walldorf Astoria Live mit 6 Leute auf den Bühnen. Wir machten kleine und grössere Auftritte und spielten als Vorgruppe von Grobschnitt und vor 2000 Leuten. Geile Zeit.
Pallis Band – Solingen – Cover.
Absolutely ToTo die David Paich Parts.
Und dann kam Denny über Gerry Bassmann zu mir.
It begun. Where it all begun.
Manni - Keys
Der Ursprung von Wolken Kino liegt in früheren Online-Projekten wie Dino Fox. Nach enttäuschenden Kooperationen – fehlendes Können, fehlende Verlässlichkeit, fehlende Haltung – zog Denny eine klare Linie: Keine Kompromisse mehr.
Das erste reale Mitglied von Wolken Kino war Paul, sein damaliger bester Freund. Beide kannten sich aus der gemeinsamen Metal-Band Olympius Slaughter, mit der sie auch erste Auftritte spielten. Kurz darauf stieß Doc dazu – Gitarrist und später einer der wichtigsten Struktur- und Disziplin-Treiber der Band.
Diese frühe Phase war chaotisch. Unpünktliche Proben, fehlende Ordnung, keine Klarheit. Doc sprach es offen an: Disziplin ist keine Option, sondern Voraussetzung. Die Situation eskalierte, stagnierte – bis Denny die Verantwortung übernahm und einen klaren Cut machte.
Gemeinsam mit Doc wurde ein fester Proberaum bei Master Knut gefunden. Zum ersten Mal gab es Regelmäßigkeit, Verbindlichkeit und Struktur. Proben wurden Termine. Musik wurde Arbeit.
Über Backstage Pro folgten weitere Versuche mit Musikern – viele mit Talent, aber ohne Durchhaltevermögen. Die Konsequenz war eindeutig: Ab jetzt nur noch Profimusiker.
Der Wendepunkt kam mit Gary, intern liebevoll der Notengott. Musikalisch präzise, diszipliniert, zuverlässig. Gary ist bis heute Teil der Band und ein Ehrenmitglied. Ab diesem Moment war klar: Wolken Kino hat Fundament.
Es folgten weitere personelle Entscheidungen, auch Wechsel am Schlagzeug. Nicht leicht, aber notwendig. Heute steht Wolken Kino als gefestigte Einheit.